Bestimmt kennst auch du die Momente, in denen ein innerer Kampf tobt. Dein Körper will das eine, dein Kopf etwas anderes, und dann ist da noch dein Herz – das dich in eine ganz andere Richtung zieht.
Es gab einen Moment in meinem Leben, der meine innere Welt zutiefst erschüttert hat. Ein Moment, der die kleine Erika geprägt hat und der eine Stimme in mir schuf – eine Stimme, die mich mein Leben lang begleitete.
Vor einigen Jahren war ich oft mit einem Bus-Reiseunternehmen unterwegs. Die Reiseleiter erzählen am Ende der Reise den Ablauf der vergangenen Woche und blicken zurück auf eine tolle Reise. Im Anschluss daran erzählte er von sich und er lebt nach dem Motto: Sei Du selbst! Schon beim Erzählen seiner Lebensgeschichte kullerten mir die Tränen und hat mich tief berührt.
Der Wecker weckte mich kurz nach 5 Uhr, und sofort kam der Gedanke: „Noch eine Minute liegen.“ Doch ich wusste aus Erfahrung, dass aus einer Minute am Ende Stunden werden könnten. Also entschied ich mich, mich auf die Bettkante zu setzen und mich zu strecken. Mit geschlossenen Augen spürte ich mein Gewicht auf der Erde.
Zur letzten Sommersonnenwende kam ich mit Freunden zusammen, wir feierten den Tag ausgelassen und führten natürlich auch ein kleines Ritual durch. Teil dieses Rituals war, die Vision für das eigene Leben in Worte zu fassen und der transformierenden Kraft des Feuers zu übergeben. Mein Problem dabei: in meinem Kopf entstand keine Vision.